Gespeichert unter: Gesellschaft, Umwelt | Schlagworte: Alternative Energien, Auto, Benzin, Benzinpreis, Diesel, Erdgas, Erdgasauto, Spritpreise
Zuerst einmal: Das ist kein Blog über Spritpreise. Aber das Thema beschäftigt mich in letzter Zeit immer mehr und ich möchte natürlich auch meinen Teil dazu beitragen, dass die Welt ein bisschen besser wird. Aus diesem Grund schreib ich euch heute ein kleines bisschen von meinem Wissen und meiner Erfahrung mit Erdgasautos.
Die meisten kennen die Nachteile der Erdgasautos:
- Es gibt zu wenig Erdgastankstellen, wenn das Gas ausgeht, bleibt man stehen.
- Der Kofferraum wird mit Tanks vollgepackt
- Erdgas wird immer teurer
- Man darf nicht in alle Tiefgaragen fahren
- Die Anschaffung ist zu teuer
- Bei einem Unfall besteht ein hohes Risiko, dass der Tank explodiert
Gute Nachrichten: ALLES MÜLL! Ich möchte euch gerne zeigen, dass jeder einzelne Punkt schlichtweg falsch ist.
Zur Reichweite: Mittlerweile gibt es eine Menge serienmäßiger Erdgasfahrzeuge. Diese sind meist bivalent, sprich sie fahren mit Erdgas und Benzin, umgeschaltet wird auf Knopfdruck. Selbst die monovalenten Autos haben immer noch einen Reservebenzintank mit ca 13. Litern um bis zur nächsten Tankstelle zu kommen. Ausserdem gibt es allein in Baden-Württemberg über 70 Erdgastankstellen. Punkt 1 widerlegt!
Zum Kofferraum und den Tanks: Bei den Serienfahrzeugen werden die Tanks unter dem Auto angebracht. Die sieht man nicht und sie nehmen keinen Platz im Inneren des Wagen weg. Punkt 2 widerlegt!
Erdgas wird teurer: Ja, das stimmt. Aber genauso wird auch Diesel und Benzin teurer, aber aufgrund der hohen Nachfrage, wird da der Preis wesentlich rasanter steigen. Erdgas steigt from Preis her aufgrund der Preisgestaltung der Importverträge immer mit mind. 3 Monaten Verzögerung im Vergleich zum Ölpreis. Ausserdem wird Erdgas von den Energieversorgern unterstützt und mitfinanziert. Das bedeutet, dass Erdgas (für Autos) nicht so schnell ansteigen wird, wie das Benzin bzw. der Diesel. Und schon jetzt liegt der Unterschied zum Erdgas bei ca. 50 Cent pro Kilo bzw. Liter. Punkt 3 widerlegt!
Das mit den Tiefgaragen ist ein Mythos. Das galt nur für Autogasfahrzeuge, nicht für Erdgas. Und selbst da müssen die Tiefgaragen so gebaut sein, dass alle Fahrzeuge hineinkönnen (das letztere habe ich selbst nur gehört!). Aber trotzdem Punkt 4 widerlegt!
Zur Anschaffung: Ein Erdgasfahrzeug kostet in etwa soviel wie ein Dieselfahrzeug und bei den Kosten für Sprit hat man das nach zwei Jahren wieder drin, wenn man ca. 25.000km im Jahr fährt. Punkt 5 widerlegt!
Der letzte Punkt ist genauso schwachsinnig, wie der mit der Tiefgarage. Die Erdgastanks sind alle vom TÜV geprüft und stellen bei einem Unfall kein erhöhtes Risiko dar. Die Tanks sind zwar mit bis zu 200 bar befüllt, aber die halten einen Unfall ohne Probleme aus. Punkt 6 widerlegt!
Was spricht denn aber für ein Erdgasauto?
- Erdgas ist billiger als Benzin oder Diesel, wenn man es als Kraftstoff verwendet. Bei einem Verbauch von 6l bzw. kg/100km und einer Lebenslaufleistung von 200.000km kann man bis zu 6000€ sparen(1,50€ pro Liter Benzin/1€ pro Kilo Erdgas)
- Es stößt bis zu 20% weniger CO² aus
- Es stößt bis zu 80% weniger Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid und Stickstoffe aus
- Erdgas kann zu 100% regenerativ hergestellt werden (Biogas)
- Erdgasfahrzeuge sind leiser als übliche Motoren
Klingt doch alles ganz gut, oder? Allerdings muss man beachten, dass das Fahren mit Erdgas noch etwas Planung verlangt, da man sich die Tankstellen schon noch raussuchen muss. Angesichts der Ersparnis und besseren Umweltverträglich sein, sollte man doch willig sein, das auf sich zu nehmen.
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