Gespeichert unter: Glaubensfragen | Schlagworte: Christen, Demokratie, Evangelike, George W. Bush, Kirche, Politk, USA
Immer wieder wird darüber diskutier, ob die Christen (besonders die Evangelikale) sich denn in die Politik einmischen dürfen. Ganz krass sieht man das ja in den USA. Da gibts hier nen guten Blog dazu. Aber die Frage ist eigentlich völlig falsch gestellt. Es geht doch garnicht darum, ob sich die Evangelikalen in die Politik einbringen dürfen oder nicht. Denn Demokratie lebt doch davon, dass sich ALLE einbringen. Die Frage, die gestellt werden sollte ist doch eine ganz andere. Nämlich, ob in den Gemeinden selbst Politik betrieben werden sollte. Und diese Frage habe ich für mich selbst mit einem klaren NEIN beantwortet. Ich finde es ist wichtig, dass in den Gemeinden für Politik gebetet wird. Egal ob CDU oder SPD, Gott soll einfach alle segnen, die an der Macht sind. Es kann auch gerne über Inhalte geredet werden. Aber sobald eine Partei von der Kanzel her empfohlen wird, dann wird es kritisch. Denn Demokratie sollte so geschehen, dass die Parteien für sich werden und alle anderen sollten sich ihre Meinung dazu machen.
Wo kommen wir denn hin, wenn Kirchen, die doch einen enormen Einfluss haben, auf einmal anfangen werden, eine bestimmte Partei zu empfehlen. Wir wären dann wohl in Amerika. Und das ist sicherlich nicht die beste Möglichkeit. Denn dort ist es mittlerweile genau anders herum: Die Partei sagt, den Kirchen, was diese zu predigen haben. Das viele Christen in den USA die Gefahr der Erderwärmung verleugnen, liegt sehr stark daran, dass Bush eben genau das tut. Es gibt Punkte, wie z.B. Gleichstellung der Homo-Ehe oder Abtreibung, die tatsächlich einen starken Einfluss aus den Kirchen erlauben. Aber wenn es um Umweltpolitik geht, dann sollte man das den Menschen selbst überlassen.
Aber eines dürfen wir nicht vergessen: Wenn die Christen irgendwann einmal die politische Macht übernehmen sollten und die Demokratie so beeinflussen, dass christliche Werte stärker in der Gesetzgebung eingebunden sind, dann muss das vom Volk akzeptiert werden. So ist Demokratie nun einmal. Es regiert ja nicht das Volk, sondern die Mehrheit der Wähler – love it or leave it.
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